Looking glass

Malerische Intervention und Photographie in der Gotischen Halle, 2017.

 

 

looking glass ist zunächst ein zeitlich begrenzter und umkehrbarer Eingriff an einem Gebäude: Fensterscheiben werden mit Gouache (Wasserfarbe) bemalt.

Die Farbspuren heben die „Unsichtbarkeit“ der Fenster­scheiben auf. Es wird gleichsam eine vertikale Membran eingeschaltet, eine weitere Ebene von Wahrnehmungsmöglichkeiten.

Das Zusammenwirken von Glas, Malerei, Umgebung und Licht sowie die eigene (veränderliche) Perspektive ergeben stets wechselnde (Bild-)Eindrücke. Diese schlagen sich in der photographischen Arbeit nieder.

Nach Projekt-Ende werden die Farbspuren abgenommen und die Fenster gereinigt.

Ausgewählte Photographien werden vergrößert und auf Aluminiumtafeln aufgezogen. Die so entstandenen „Lichtkonserven“ kann man gerne kaufen.

Im September 2017 habe ich looking glass im Rahmen von „Gotische Halle – Raum für neue Kunst“* umgesetzt.


* „Gotische Halle – Raum für neue Kunst“ ist eine Initiative des Kulturressorts der Stadt Graz. Information: http://kultur.graz.at/kulturamt/175